Hinweise

Wenn Sie in Veröffentlichungen der SCHUFA Formulierung lesen wie z. B. „Ihr Score“, „Ihre Bonität“ , „meineSCHUFA“ oder Ähnliches, weisen wir hiermit der Vollständigkeit und Transparenz halber darauf hin, dass es sich lediglich um Formulierungen zur Vereinfachung des Leseflusses handelt.

Grundlage für die Ermittlung von Scorewerten sind die zu Ihrer Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten. Hierzu zählen zum Beispiel die Anzahl und Art der Kreditaktivitäten, etwaige Zahlungsausfälle oder Angaben darüber, seit wann Sie schon Erfahrungen im Umgang mit Kreditgeschäften gesammelt haben.

Die im SCHUFA-Datenbestand gespeicherten Informationen werden mit einer Vielzahl anonymisierter Datensätze von Personen mit gleichen oder ähnlichen Merkmalen verglichen und es wird ermittelt, welches Ausfallrisiko diesen vergleichbaren Datensätzen in der Vergangenheit insgesamt innewohnte. Aus diesen Ergebnissen entstehen mathematische statistische Rechenformeln, sogenannte Scorekarten. Die zu einer Person gespeicherten Daten werden sodann einer Personengruppe mit gleichartigen Merkmalen zugeordnet. Daraus wird mit Hilfe der Scorekarte eine Risikowahrscheinlichkeit für diese Personengruppe ermittelt.

Ein Scorewert gibt daher keinen Aufschluss über das Risiko einer einzelnen, konkreten Person, sondern bezieht sich auf das statistisch ermittelte Ausfallrisiko von Personen mit vergleichbarer Datengrundlage und ist daher ein rein statistischer Wert, mit dem eine Ausfallquote einer bestimmten Personengruppe angegeben werden kann. Der so ermittelte Wert (z. B. bei 2 von 100 Personen mit vergleichbarer Datengrundlage traten Zahlungsstörungen auf) ergibt den Scorewert; also hier beispielsweise eine statistisch ermittelte Rückzahlungswahrscheinlichkeit von 98 Prozent.

Der von der SCHUFA übermittelte Scorewert dient dem SCHUFA-Vertragspartner als ein Bestandteil zur Risikobeurteilung eines Geschäfts. Dies ist vergleichbar mit der Ermittlung der Unfallwahrscheinlichkeit eines KFZ-Versicherungsnehmers zum Zweck der Ermittlung einer möglichst risikoadäquaten KFZ-Versicherungsprämie durch den Versicherer. Dazu ist es für diesen relevant zu wissen, welches statistische Unfallrisiko ein durch Alter, Fahrzeugtyp, Leistung des Fahrzeugs, Regionalklasse, Vorschäden, etc. beschriebener Versicherungsnehmer hat. Ob hingegen der konkrete Fahrer, der gerade nach der Versicherung fragt, in den kommenden Monaten tatsächlich einen Unfall verursacht (das Risiko also individuell zu 100 Prozent eintritt) oder nicht (das Risiko also zu 0% eintritt) wird jedoch damit nicht prognostiziert.